Kibbert 1984

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Sekundärliteratur
Autor Kurt Kibbert
Titel Die Äxte und Beile im mittleren Westdeutschland II
Jahr 1984
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Notizen

Seite 24

  • Bronzeräde von Haßloch sind zeitgleich mit Hort von Wattenheim
  • Zeichen für lebhafte, einheimische Bronzeindustrie
  • Wattenheim im "weiteren Horizont der süddeutschen Brandopferplätze"
  • Mitenthaltene Eisenfunde möglicherweise erste Zeugnisse aus der Eisenberger Eisenindustrie

Seite 154

  • Gruppe der "Tüllenbeile mit vertikalen Rippen und Rillen"
    • Heterogene Gruppe
    • bz001 ist vergleichbar mit Altlahn bei Dutenhofen (735)
    • Beide haben "unten geschweift-divergierende Rippen"
    • Altlahnfund hat Holzrest von der Schäftung
  • Wattenheim
    • Brucherz-Händlerdepot oder Brandopferplatz
    • bz001: Länge 11,8cm/9,5cm, Breite 5cm, Durchmesser 3,6cm
    • Gewicht 277g
    • Tiefe, dünnwandige Tülle
    • Rechteckiger Querschnitt
    • Vertikal-geschweifte Rippen

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  • Altlahn bei Dutenhofen (Kreis Wetzlar, Hessen)
    • Lahnniederung südlich der Lahn, Baggerfund 1974
    • Beil im Privatbesitz Familie Schneider, Heuchelheim
    • Länge 9,9/7,6cm, Breite 4,6cm, Durchmesser 3,3cm
    • Gewicht 169g
    • schwärzlichbraun-bronzefarben
    • Mit jetzt geschrumpftem Schäftungrest
    • Janke, Kreis Wetzlar IV 22 Taf.2,6

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  • Englische Gruppe 730-733 ist späturnenfelderzeitlich (Gleiche Zeitstellung auch in England)
  • bz001 erst in der Hallstattzeit niedergelegt
  • Dafür sprechen auch das Gündlingen/Steinkirchen Schwert und besonders die Fleischgabel
  • Vergleich zu Beil und Fleischgabel aus Court-Saint-Etienne. Dort sogar erst jüngerhallsattzeitlich
  • Das Beil ist älterhallstattzeitlich
  • Die Meissel vielleicht älterurnenfelderzeitlich
  • Beil mit umgekehrter Y-Zier, späte Zeitstellung, Hackbronze und Eisengegenstände vermischt mit feuerzerschmolzenem => Absolutes Unikum
  • Vergleich erst in St. Kanzian/Fliegenhöhle
  • Kolling macht auf Zwischenstationen in Stillfried a.d. March (K. Willvonseder, WPZ 19, 1932, 25ff) und Paulshöhle bei Beuron (L.Lindenschmit, Die vaterländischen Altertümer der Fürstlich Hohenzollernschen Sammlung zu Sigmaringen (1860), Taf 24,I; 39,14; 41,4; Behrens, Bronzezeit Nr. 115; Müller-Karpe,Chronologie Taf 163,A,)

Seite 157

  • Schauer führt weitere 20 mittelbronze- bis hallstattzeitliche süddeutsch-alpine Brandopferplätze
  • Kibbert: Weitere 5 noch nördlicher
  • Mittelbronzezeit:
  • Osthessen:
    • Unterbimbach-Kies
    • Petersberg-Gladbach
  • Jungurnenfelderzeit
    • Neuwied-Gladbach
  • Späturnenfelderzeit
    • Gambach
  • mittlere Urnenfelder bis ältere Hallstatt
    • Vollmarshausen
  • Lage Wattenheim: "geborgen auf der Kuppe einer kleinen Anhöhe (410m) in einem Talzug zwischen der Platte (437m) und dem Bären Kopf, ja, im weiteren Sinne zu füßen des 1,5km entfernten Hohen Bühls (444m), der beherrschenden Höhe dieser Gegend"
  • Einmal vorhanden gewesene Asche- Knochen- oder Keramikreste sind nicht auszuschlie0en.
  • Die drei nächsten Brandopferplätze osterstein, Hägelesberg, Messelstein auch kaum oder keine Knochenreste
  • Wattenheim nicht längerbenutzter, sondern einmaliger Brandopferplatz
  • Deutung als Händlerdepot nicht ganz von der Handzu weisen: Unmittelbar bei vorgeschichtlicher Wegegabelung

Seite 158

  • Wattenheim ist der sinnfällige Schlußpnkt der späturnenfelderzeotlichen Deponierungssitte
  • Durch das Eisen aufkommender Kulturwandel, Unruhehorizont
  • Das Beil aus der Lahn kann als Flussfund als kultische Niederlegung gelten
  • Damit (auch wegen Beil aus Belgien) wohl hllstattzeitlich

Seite 177

  • Schneidenteile 889A und 890A könnten zu den größeren Oberteilen gehören.

Seite 191

  • Meissel 1: Länge 13,9/6,4cm Breite 1,7cm, Durchmesser 2,6cm Gewicht 199g, Vier Gußwarzen am Schneidenteil
  • Meissel 2: Länge 7,3/5,1cm Breite 1,5cm, Durchmesser 1,9cm Gewicht 46g
  • Meissel 3: Länge 8/4,6cm Breite 1,6cm Durchmesser 2,1cm Gewicht 42g
  • Meissel 4 mit Bronzeblechtrümmern: Länge ca. 8,6cm, Breite ca. 2,2cm, durch Hitze verbogen
  • Alle mit dunkelgrün-fleckig patiniert

Seite 194

  • LLyn Fawr Hort ist vergleichbar mit Court-Saint-Etienne und bei beiden spielt (auch geografisch) Wattenheim die Mittelrolle

Seite 222

  • Brandopferplätz(?)/Feuereinwirkung an oder bei Funden
    • Teil 1: Nieder-Ramstadt 27, Unterbimbach-Kies 412.445.761, Steinau 420, Schifferstadt 840(?)
    • Teil 2: Neuwied-Gladbach 167, Glauberg 173.355, Bleibeskopf III 302.303.340.341.342.343.344, Gambach 310.311.363.899, Haimberg 322, Wattenheim 734.889.890.891.892.893.894.895.896.968.969.970.971, Schloß Neuhaus 760, Biebertal-Dünsberg 987

KONSOLIDIEREN

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  • Beile mit vertikalen Rippen:
    • Englische Gruppe (730-733)
    • Mit geschweift divergierender Rippe" (734=Wattenheim, 735=Altlahn)
  • Fußnote 2: W. Kubach hat Reichsautobahnpläne von 1937 besorgt.
  • Lage 3km nordöstlich vom Forsthaus. Heute km 600,7 und 600,8, H 410m
  • Beil
    • L 11,8/9,5cm
    • B 5cm
    • D 3,6cm
    • Gew. 277g
    • dunkelgrüne Patina
    • Tiefe, dünnwandige Tülle

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  • Mindestens 2 Bronzeschwerter mit flachbreiter Mittelrippe
  • Griffplatte
    • Typ Steinkirchen bzw. Gündlingen (vgl PBF IV, 2 Schauer)
  • Drei Bruchstücke von vierkantigem Draht
    • Arm oder Halsring (Mit Fragezeichen versehen)
  • Eisernes Schwert
    • säbelförmig gebogen
    • rhombischer Grundriss
  • Reste eines Stifts
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