Hansen 2012

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Sekundärliteratur
Autor Svend Hansen
Titel Bronzezeitliche Horte: Zeitliche und räumliche Rekontextualisierungen
Jahr 2012
In S. Hansen/D. Neumann/T. Vachta (Hrsg.) Hort und Raum: Aktuelle Forschungen zu bronzezeitlichen Deponierungen in Mitteleuropa. Topoi 10
Seiten 23-48
Link Kein Link

Notizen

Seite 23

  • In der Regel ohne Kontext, bei Bauarbeiten oder landwirtschaft entdeckt
  • Zur historischen und sozialien interpretation muss also eine rekontextualisierung erfolgen
  • Es gibt Ähnlichkeiten zwischen Horten gleicher Zeit, also ist Hort kein lokales, sondern mindestens ein regionales phänomen
  • Objekte hinlänglich untersucht, Orte eigentlich nie. Nachuntersuchungen solcher Orte durch Archäologen sehr wünschenswert!
  • Vorherrschende Deutungen:Dänemark - Weihungen (Es sind vor allem Moorfunde)
  • England - Produktionsparadigma (Gießereiwerkstätte etc)
  • Süddeutschland - Kriegswirren

Seite 24

  • Bis in die 70er glaubte man anhand von willkürlicher Einzelmerkmale unterscheiden zu können: zb Brucherzdepots und Fertigwaren/Händlerdepots (Gegenstände kaputt/ganz)
  • Seit den 80ern aber Strukturale Methode: Jedes Element des Horts wird auf Beziehungen zu jedem anderen Element des Horts/Systems untersucht. Daraus dann Aussagen über Sinn und Funktion der Einzelobjekte und dann des Gesamthorts
  • Dazu gehört Anordnung der Objekte im Hort. Details der Fragmentierung, Entstehung und Verbeitung der Horttypen und der Deponierungsorte

Seite 25

  • Zerteilen von Bronzeobjekten im Hinblick auf ein Normgewicht
  • Fragmentierung der Objekte ist integraler Bestandteil des Sinns und Zwecks der Deponierung
  • Fragmentierung setzt erst richtig in der Mittelbronzezeit ein, in der Frühbronzezeit nicht. Ist dann wirklich "Brucherz"? Gab es in der FBz keine Bronzehandwerker?
  • Es ist in wahrheit ein "innovatives Hortmodell, das vermutlich in Transdanubien erfunden wurde", östlich der Theiss hat man lieber unversehrte Objekte Deponiert!

Seite 27

  • Nu in Ausnahmefällen findet man alle Fragmente eines zerbrochenen Gegenstands in einem Hort
  • Deponiet wurde nur ein ein Teil des Objekts (in der Regel der kleinere Teil)
  • gabentausch mit imaginären Mächten?
  • Hortsitte kommt auf in der FBz und endet mit dem Ende der BZ im 8. Jhd

Seite 29

  • Deponierungen von Beilen schon seit dem Neolithikum

Seite 36

  • offene Frage ob die Deponierungen seit dem ungebrochen das selbe sind, oder unabhängige Entwicklungen snd
  • Parallel mit den Horten endet auch die Flussdeponierungen mit dem Einsetzten der Eisenzeit und beginnt erst wieder in der Latenezeit

Seite 37

  • Mauss: Die getauschten Objekte nicht bloß Sachen, sondern beseelte Gegenstände, niemals gänzlich vom Vorbesitzer gelöst. Darum auch potentiell gefährlich.
  • gaben an Götter und Geister "Die Zerstörung der Opfergaben zielt gerade darauf ab, eine Schenkung zu sein, die notwendig vergolten wird (…)"

Seite 38

  • Wechselverhältnis von ökonomischen und sozialem Kapital

Seite 39

  • Es wurde verschiedentlich hingewiesen, dass Horte gerne an bestimmten Lagen (Pässe, Moore, Höhlen)
  • Allerdings ist es schwer vom Ort auf die Bedeutung des Horts zu leiten, besser noch: Ort interpretieren, wegen dem Hort
  • "Jeder Ort hat seine Besonderheit, deren Details und nicht wirklich zugänglich sind"
  • Heiligkeit eines Orts sind zuschreobungen und qualitäten durch akteure damals
  • Horte erlauben Kategorien von orten zu erforschen, die in der literatur heilig, stark oder anders gelten.

Seite 40

  • Bei "Händlerversteck" ist genaue Leute eigentlich nicht so wichtig.

Seite 42

  • Am Bullenheimer Berg 25 Hortfunde (Vermutlich waren es mehr) Ein Schwert Ha A2/B1, die Masse der Sachen aber B3
  • Zahlreiche Horte (vor allem mit besonders exquisiten gegenständen) ist ein verbreitetes Phänomen der jüngeren Urnenfelderzeit
  • Beispiele:
    • Sághegy bei Celldömölk
    • Kotoc(v) bei S(v)tramberk
    • Jenzig bei Jena
    • Haimberg bei Fulda
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